Warum der Name Life of Peaks?

Die Berge sind so majestätisch, so kraftvoll, so überwältigend schön und sie strahlen diese unfassbare Ruhe auf mich aus. Manchmal machen sie mir Angst (oft genug komme ich an meine Grenzen und bei der Rumkraxelei kann auch immer was passieren) und gleichzeitig fühle ich mich daheim und unendlich geborgen. Mit jedem Schritt, den ich ein bisschen höher komme, eröffnet sich ein neuer Blickwinkel. Mit jedem Schritt ändert sich die Perspektive auf die Welt da unten, die ganz langsam immer kleiner wird.

Wenn ich bei einer Verschnaufpause die Augen schweifen lasse, höre ich die Berge manchmal sagen: Vera, mach dir nicht so viele Sorgen. Wir sind schon so lange hier. Wir haben so viel und so viele kommen und gehen sehen. Deine Lebenszeit ist wie ein Wimpernschlag für uns. Vertraue.

Wenn ich leicht erschöpft und ordentlich durchgeschwitzt den Gipfel erreiche, fühle ich mich so lebendig wie selten sonst. Verbunden mit der Natur. Dem Himmel und mir selbst ein Stückchen näher. Ich kann kilometerweit schauen, ganze Dörfer überblicken. Das Leben, das da unten stattfindet, ist so weit weg und mit ihm auch die Sorgen und der Alltag. Ich stehe dort oben, ganz im Jetzt und Hier und freue mich, dass ich lebe und dass ich all das sehen und fühlen darf.

Wenn es dann bergab geht, fühle ich  mich immer noch erschöpft und gleichzeitig leicht und beschwingt, für den Alltag gewappnet. Die Perspektive auf das eine oder andere Thema hat sich in den letzten Stunden geändert und ich kann noch mehr vertrauen, dass alles so ist, wie es sein soll und alles kommt wie es kommen soll.

 

Bild: von meiner Bolivien Reise